Therapie bei Schluckstörungen

Dysphagie heißt: Essen und Trinken sind nicht mehr sicher. Das ist keine Kleinigkeit — eine unbehandelte Schluckstörung führt zu Gewichtsverlust und zu Lungenentzündungen. Wir untersuchen, was genau beim Schlucken schiefgeht, und machen Mahlzeiten wieder sicher.

Glas Wasser, Löffel und Andickungspulver auf einem Tisch im Therapieraum

Woran Sie eine Schluckstörung erkennen

  • Husten oder Räuspern während oder kurz nach dem Essen und Trinken
  • Feuchte, gurgelnde Stimme nach dem Schlucken
  • Essensreste im Mund, in den Wangentaschen oder auf der Zunge
  • Sehr langes Kauen, viele Nachschlucke, Angst vor bestimmten Speisen
  • Ungewollter Gewichtsverlust über Wochen
  • Wiederkehrende Lungenentzündungen oder unklares Fieber

Treffen zwei oder mehr Punkte zu, sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt an. Ein Rezept für Sprachtherapie mit der Diagnose Dysphagie können Neurolog:innen, HNO-Ärzt:innen und Hausärzt:innen ausstellen.

Wie wir vorgehen

  1. Schritt 1

    Befund

    Klinische Schluckuntersuchung mit verschiedenen Konsistenzen, Prüfung von Mundmotorik, Reflexen und Stimme. Dauer etwa 60 Minuten.

  2. Schritt 2

    Sicherheit herstellen

    Sitzhaltung, Tempo, Bissgröße, Andicken von Getränken, passende Kostform. Alles schriftlich, damit es auch Pflegekräfte und Besuch umsetzen können.

  3. Schritt 3

    Training

    Kräftigung der Schluckmuskulatur, Schlucktechniken wie kräftiges oder mehrfaches Schlucken, Übungen zur Zungenkraft.

  4. Schritt 4

    Kost erweitern

    Schrittweise zurück zu normaler Kost, sofern es sicher bleibt. Verlaufsbericht an die verordnende Praxis, auf Wunsch auch an den Pflegedienst.

Für eine apparative Untersuchung (Videoendoskopie oder Röntgenbreischluck) arbeiten wir mit HNO-Praxen und Kliniken in Hannover zusammen und veranlassen die Überweisung über Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Wo wir behandeln

In der Praxis, bei Ihnen zu Hause und in Pflegeeinrichtungen in Langenhagen und Umgebung. Schlucktherapie gehört dorthin, wo gegessen wird — deshalb sind wir gern beim Mittagessen dabei und beziehen Pflegekräfte und Angehörige direkt ein.

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